Es geht in der täglichen Auftrags-Routine nicht immer sofort darum einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern ersteinmal um eine Lösung für ein u.U. akutes Problem, bzw. oft auch lediglich um die Ursachenforschung, wo der Fehler liegen könnte.

Natürlich gehört hier auch viel Erfahrung hinein, aber oft bestehen diese Vorgehensweisen aus weit weniger “Magie”, als manch einfacher End-User vielleicht glauben mag und nicht immer muß man einen teuren Experten beauftragen.

Darstellungsfehler

Was tun, wenn auf der Homepage etwas nicht richtig dargestellt wird? Dies können z.B. zu kleine/zu große Überschriften, falsch eingerückte Absätze, verschobene Bilder und dergleichen mehr sein. sein. Bevor hier nun sofort ein fundamentaler Systemfehler der Web-Seite vermutet sollten zunächst einmal folgende Fragen geklärt werden:

  • Welche Browser sind betroffen?
  • Tritt der Fehler immer auf?

Welche Browser sind betroffen:

Als Entwickler habe ich mein System selbstverständlich derart konfiguriert, dass es meinen Bedürfnissen als Entwickler und Porgrammierer möglichst entgegenkommt. Dies muß dann nicht notwendigerweise (und es ist sehr wahrscheinlich, daß dies genau nicht der Fall ist) eine Einstellung sein, wie sie vielleicht ein Kunde und Auftraggeber bei sich zuhause hätte. Die Komplexität des Zusammenspiels verschiedener PlugIns & Erweiterungen ruft manchmal auf den ersten Blick unverständliche Nebeneffekte hervor. So kann z.B. ein Werbeblocker dazu führen, dass – scheinbar – ein Darstellungsfehler auf der Homepage entsteht, der mit Werbung dann nicht auftritt. Solche Nebeneffekte muss man ausschließen, bevor man weitergeht und sich womöglich gleich im HTML-Code endlos auf die Suche macht.
Ich löse dies wie viele andere Entwickler auch über verschiedene Nutzer-Profile in meinen Browsern. D.h. in Mozilla-Firefox habe ich u.a. ein Profil, in welchem nur die “lebenswichtigen” PlugIns enthalten sind und mit diesem schaue ich auf die Homepage. Sollte der Fehler auch dort noch vorhanden sein, so können ggf. einige Fehlerquellen bereits ausgeschlossen werden. Nicht selten lohnt es sich, vorsichtshalber mit einem Browser auf die Web-Site zu gehen, den man kaum oder sehr selten nutzt und prüft auch dort das Verhalten der Web-Seite. Auch eine andere Version des eigenen Browsers kann schon viel ausmachen! Wenn sich hier weitere Unterschiede auftun – oder nicht auftun – kann man die Fehlerquellen ggf. weiter eingrenzen.
Verschiedene Browser sind neben Mozilla-Firefox etwa Internet-Explorer, Google Chrome, Opera oder auch der Safari, um nur einige der bekannteren zu nennen. Tritt der Fehler also nicht in jedem Browser auf, so kann man davon ausgehen, daß es kein grundätzlicher Fehler der Web-Seite ist.

Tritt der Fehler immer auf?

Oftmals findet man Fehler nach Jahr und Tag des Bestehens einer Homepage. Meistens entstehen solche Fehler durch den Inhalt (Neudeutsch: content), der eine unübliche Größe oder einen bislang nicht verwendeten Inhaltstyp hat (etwa Bilder, Videos, etc.). Hier wäre zu prüfen, was nun gewollt ist: will man eher den Content beschränken oder das Layout optimieren und muß sich daher ggf. entsprechend umorientieren.

Der Darstellungs-Fehler ist gefunden, welche Stelle im Code ist nun betroffen?

Dies mache ich in 90% der Fälle mit der Mozilla-Firefox-Funktion* ‘Element Untersuchen (Q)’. Mit ein wenig Übung lassen sich Grundfunktionen des Tools schnell handhaben und man erhält Informationen zur ggf. “betroffenen” Stelle. Diese Funktion läßt einen auch lokal im Browser experimentieren (ohne bleibende Auswirkungen auf den HTML/CSS-Quell-Code), wie und was ggf. wo am Style später geändert werden muss, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. So läßt sich i.d.R. ein erster Eindruck gewinnen, wo man später im CSS anzusetzen hat.

* dergleichen Funktionen gibt es selbstverständlich auch in anderen Browsern, wie z.B. den Internet-Explorer oder Chrome, wo man über die Option “Enwicklertools” zu den jeweiligen Funktionen kommt.

Code auf dem Server ändern:

Wenn einigermaßen klar ist, was zu tun ist, kann man sich am Server versuchen, die entsprechenden HTML- und CSS-Stellen raussuchen und dies gemäß den o.g. “Experimenten” ändern. Manchmal gibt es doch Diskrepanzen zu dem zuvor Erprobten, dann hilft im CSS-Falle ggf. ein etwas unschönes und brachiales “!important” weiter.
Wie bereits oben erwähnt, sind dies nicht immer die “schönen Lösungen”, aber oft die “funktionierenden”. Wie geht man damit um? Es ist klar, daß man solchermaßen behobene Fehler noch auf ihre Alltagstauglichkeit hin überprüfen muß und ggf. müssen erneut Änderungen vorgenommen werden, um diese “quick&dirty”-Lösungen dann alltagsgerecht umzusetzen.

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